Ein Baby kommt? Tipps für schöne Mutterpasshüllen

Die Tage nach dem positiven Schwangerschaftstest ziehen sich oft endlos lange hin. Bis eine Schwangere ihren Mutterpass in den Händen halten kann, vergeht immerhin noch etwas Zeit. Erst wenn das kleine Herz zu schlagen beginnt und die zwölfte Schwangerschaftswoche erreicht ist, füllt der Gynäkologe das kleine Büchlein aus und bescheinigt der werdenden Mutter so eine intakte Schwangerschaft. Freunde und Verwandte können ihre Freude spätestens jetzt mit persönlichen Geschenken ausdrücken. Besonders individuell: Eine selbst genähte Mutterpasshülle.

Den richtigen Stoff auswählen

Der Mutterpass wird die Schwangere für rund ein halbes Jahr begleiten. Hier trägt der behandelnde Arzt alle Untersuchungsergebnisse ein, führt Wachstumskurven und legt dem Pass in vielen Fällen auch Ultraschallbilder oder CTG Mitschnitte bei. Dieses Büchlein also ist für Schwangere etwas ganz besonderes, denn es dokumentiert die Zeit des Wartens auf den Nachwuchs sehr detailliert. Kein Wunder also, dass der Mutterpass auch nach der Schwangerschaft nicht einfach weggeworfen wird. Viele Mütter bewahren ihn ein Leben lang auf und werfen hin und wieder einen Blick hinein. Wer schon jetzt sehen will, welche Details ein Mutterpass enthält, findet eine PDF Version auf der Webseite des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Stoff für eine Mutterpass Hülle

Glatte Stoffe eignen sich für die Mutterpasshülle am besten.
(Quelle: skeeze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Diese Tatsache sollten Nähende bei der Auswahl des Stoffs für die Mutterpasshülle bedenken. So wird die Hülle von einigen Ärzten, Familienmitgliedern, Krankenschwestern und auch Hebammen angefasst. Jede Berührung hinterlässt potenziell Spuren auf der Oberfläche. Daher sind helle Stoffe in den Farben Weiß oder Creme keine gute Idee, denn sie verschmutzen schnell und wirken binnen kürzester Zeit unansehnlich. Besser ist es, Stoffe in Farben zu wählen, die eventuelle Verschmutzungen „schlucken“ oder wenigstens abmildern. Ob der Pass ganz dezent in Tönen wie Beige, Braun sowie Blau oder auch knallig in Grün, Rot oder Orange erstrahlen soll, obliegt ganz dem Gestalter.

Die Haptik des Stoffes spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Er sollte weder fusseln noch sehr bauschig sein, damit er sich gut um den Mutterpass legen und komfortabel handhaben lässt. Am schönsten sind – genau wie bei Babydecken – Stoffe mit einer angenehm weichen Oberfläche, die nicht kratzt. Schöne Ideen für die Mutterpasshülle sind

  • Filz,
  • Leinen,
  • Baumwolle,
  • Jeansstoff oder auch
  • Feincord.

Wer gerne einen ausgefalleneren Mutterpass mit besonderen Stoffen gestalten möchte, sollte sich in jedem Fall trotzdem für einen unkomplizierten Umschlag entscheiden. Dieser kann dann ganz nach Bedarf mit kleinen Details verschönert werden.

Maß nehmen und an kleine Extras denken

Natürlich ist es unabdingbar, dass die Mutterpasshülle genau zu den Außenmaßen des Büchleins passt. Sitzt der Umschlag zu locker, fällt er leicht ab und sitzt er zu fest, biegen sich Deckel und Unterseite des Mutterpasses nach außen. Die grundsätzlichen Maße des aufgeklappten Mutterpasses betragen 17,5 x 26 Zentimeter. Wer schon etwas Näherfahrung hat, weiß jedoch um die Notwendigkeit einer Nahtzugabe. Somit sollte der Stoff für den Umschlag Maße von etwa zwanzig mal dreißig Zentimetern aufweisen, damit unkompliziert abgesteckt und genäht werden kann. Um das Heft richtig einschlagen zu können, benötigt die nähende Person außerdem auch noch zwei Seitenteile, die dann mit dem Umschlagstoff vernäht werden. Diese Teile sollten etwa fünf Zentimeter weit in den Mutterpass hineinragen, um auch Ultraschallbilder festhalten zu können. Maße von zwanzig mal 15 Zentimetern eignen sich hierfür gut.

Mutterpass Hülle nähen

Mit einer individuellen Mutterpasshülle machen Freunde Schwangeren eine große Freude.
(Quelle: 3907349 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Im Anschluss werden alle Teile so miteinander verbunden, dass sich die Hülle mit den Maßen des Mutterpasses ergibt. Wer unsicher ist, sollte mit etwas Kreide Linien einzeichnen, an denen später die Naht verlaufen wird. Es lohnt sich, bei Freunden oder Verwandten, die bereits Kinder haben, um ein Probeexemplar zu bitten. So ist es möglich, den Umschlag vor dem Nähen von einmal anzulegen und seine Passform zu überprüfen.

Ist der Umschlag für den Mutterpass dann vernäht, beginnt die kreative Phase. Es können noch kleine Taschen, Knöpfe oder auch Applikationen aufgenäht werden, die die Hülle zu einem unverwechselbaren Unikat machen. Ein wenig Inspiration finden Gestalter im Netz, denn hier gibt es das ein oder andere Beispiel für schöne Mutterpasshüllen. Geht es um Applikationen, so sollten diese nach Möglichkeit nicht lose am Mutterpass hängen oder sehr weit abstehen, denn sonst kann es passieren, dass sie beim Herausnehmen aus der Tasche abreißen oder sich im Reißverschluss verhaken. Und soll der Mutterpass noch einen Verschluss bekommen, eignen sich sowohl kleine Schlaufen mit Druckknopf und Klett oder auch ein Gummiband, das um den Pass herum geführt werden kann.

Farben und Muster kombinieren

Wie der individuelle Mutterpass letztlich aussehen wird, ist eine wichtige Frage. Über die Art der Gestaltung entscheiden sollte in jedem Fall der Geschmack der Schwangeren. Manche Frauen mögen es lieber schlicht und dezent, während wiederum andere mit bunten und ausgefallenen Kombinationen glücklich sind. Wer sich unsicher hinsichtlich des passenden Stils ist, fragt am besten einfach Freundinnen der Schwangeren. Diese sind meist gut informiert darüber, was ihr gefällt.

Mutterpass Hülle gestalten

Stickereien verleihen dem Mutterpass einen individuellen und romantischen Touch.
(Quelle: bluemorphos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Ungeachtet des Stils jedoch ist es eine schöne Idee, den Mutterpass nicht nur in einer Farbe zu halten. Musterkombinationen lassen sich sowohl in schlichter als auch in auffälligerer Form stilvoll kreieren. Sehr angenehm wirkt ein dezenter Mutterpass beispielsweise mit einem unifarbenen Umschlag und Applikationen mit Karo- oder Punktemuster. Auch Stickereien auf der Oberfläche kommen auf einem schlichten Untergrund sehr gut zur Geltung.

Und soll der Mutterpass so richtig auffallen, sind bunte Applikationen mit extravagantem Muster die richtige Wahl. Auf einem knalligen Untergrund lassen sich beispielsweise bunte Paisley-Stoffe oder solche mit Sternen, Einhörnern oder anderen originellen Motiven perfekt platzieren. Ebenfalls eine schöne Idee ist es, ein Bügelbild zu gestalten und dieses dann auf die Oberfläche des Mutterpasses aufzubringen. Es gibt heute Folien, die sich ganz unkompliziert am heimischen Drucker bedrucken lassen und dann mit dem Bügeleisen verwendet werden können.

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