Patchwork Kissenbezüge

Stilvolle Patchwork-Kissenbezüge mit angesagten Stoffmustern selber nähen

Dekorative Kissen beleben jede Wohnung. Sie akzentuieren einen Raum, erzeugen eine gemütliche Atmosphäre und ergänzen das bestehende Interieur. Ein ansonsten schlichter Raum erscheint dadurch einladender und gemütlicher. Die nachfolgende Anleitung verrät, wie ein dekoratives Kissen mithilfe der verschiedenen Stoffdesigns genäht wird.

Herkunft und Einsatzbereiche des Patchworks

Bis heute liegen die zusammengeflickten Stoffstücke, ebenso wie ein Quilt, bei Nähliebhabern im Trend. Die textile Technik fügt verschiedene Stoffreste neu zusammen. Auf diese Weise entsteht beim Aneinanderreihen der verschiedenen Stoffmuster ein einzigartiges Unikat. Doch das vielseitige „Patchworken“ ist keineswegs als Erfindung der Moderne anzusehen. Das Wissen um die traditionelle Kunst des Patchworks wurde vielmehr seit Jahrtausenden von Generation zu Generation weitergegeben. Quellen zufolge verarbeiteten bereits die alten Ägypter um 1000 v. Chr. die ersten Patchworkstücke. Ab dem 11. Jahrhundert breitete sich die Handwerkskunst ebenfalls im europäischen Raum aus.

Heutzutage zieren Patchwork-Stoffe Sofas, Decken und Kissen, und schmücken so die Wohnung aus. Alternativ lassen sich die Patchwork Stoffe auf selbstgenähten Kleidungsstücken verarbeiten. Die Unterseite von Patchwork-Stücken ist meist einfarbig, während auf der Oberseite die verschiedenfarbigen Muster aufgenäht werden. Durch die besondere Nähtechnik entstehen auf diese Weise einzigartige Unikate. Die kleineren und größeren Stoffstücke – Dreiecke, Quadrate, Streifen und andere Formen – lassen sich zu Blöcken zusammennähen. So entstehen gemusterte Flächen in verschiedenen Größen. Die Patchwork-Kunst unterscheidet hierbei zwischen dem „Mosaik-Patchwork“ und den Applikationen. Beim Mosaik-Patchwork nähen Kreative unterschiedliche Teile aneinander. Bei der Applikation hingegen liegen die einzelnen Teile fixiert aufeinander.

Diese Vorteile bringen gemusterte Zier- und Dekokissen mit

Laut der Initiative Handarbeit zählen das Nähen und Stricken weiterhin zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Der Spaß am Selbermachen steht bei den befragten Studienteilnehmern im Vordergrund. Gleichzeitig lenkt das Nähen vom Alltagsstress ab. Vielen Hobbynähern sei aber ebenso wichtig, dass bei dieser Art der handwerklichen Freizeitbeschäftigung individuelle, einzigartige Unikate entstehen. Das Internet fungiert hierbei als wichtige Ideenquelle. Unter den online bestellbaren Materialien befindet sich das individuelle Nähzubehör von Stoff4You. Das breite Sortiment an unterschiedlichen Dekostoff-Arten ist wie geschaffen für das kreative Anfertigen von gemusterten Patchwork-Zierkissenbezügen.

Natürlich verschönert ein unifarbenes Zier- oder Dekokissen ebenfalls die Räumlichkeiten. Doch erst mit den im Sat1 Ratgeber gefertigten Patchwork-Kissen lassen sich kontrastreiche Akzente im Wohn- und Schlafbereich setzen.

  • Die gemusterten Kissenbezüge in der Wohnung müssen nicht zwangsläufig im identischen Stil daherkommen. Vielmehr ist es modern, viele unterschiedliche Stoffmuster miteinander zu kombinieren. Dadurch erscheint der Wohnbereich um einiges farbenfroher und lebendiger.
  • Ein geschmackvoller Muster-Mix aus unterschiedlichen Designs kann im Wohnbereich die verschiedenen Jahreszeiten aufgreifen und thematisieren. Die silbernen und goldenen Farbtöne gehen mit festlichen Anlässen einher. Rosa oder hellgrüne Muster leiten auf erfrischende Weise in Frühling ein. Im Sommer freuen sich die Augen über zitronengelbe, marineblaue und orangene Dekokissen.
  • Um den Wohnbereich mit den Muster-Dekokissen optimal zu präsentieren, ist die Berücksichtigung der Farbpsychologie sinnvoll. Die Grafixerin stellt hierzu in einem Beitrag übersichtlich die psychologische Wirkungsweise der Farben zusammen. So strahlen helle Farbtöne eine gewisse Leichtigkeit aus. Dunkle Stoffmuster entfalten ein warmes und geheimnisvoll-faszinierendes Ambiente.

Patchwork Kissenbezüge selber nähen

Benötigte Materialien zum Nähen eines Patchwork-Kissens

Für die Unterseite eines Patchwork-Kissens kommt ein einzelnes Patchwork-Muster zum Einsatz. Auf der Oberseite werden die unterschiedlichen Patchwork-Stoffe eingesetzt. Für das Muster eignen sich besonders gleich starke Patchwork-Stoffe, die gut miteinander kombinierbar sind. Grundsätzlich lassen sich die farbenfrohen Stoffreste nach Herzenslust beliebig zusammenstellen. Anfänger erhalten bei Stoff4You verschiedene Patchwork-geeignete Dekostoffe. Ob Punkte, Ranken, Trachten, Frühlingsmuster oder Herzen verarbeitet werden, obliegt dem persönlichen Geschmack. Es kann sinnvoll sein, bei der Auswahl der Stoffe systematisch vorzugehen. Nähanfänger sollten zunächst den „Hauptstoff“ bestimmen und auf dieser Basis die harmonischen Begleitstoffe auswählen.

Stoffe zuschneiden

Der Zuschnitt der Stoffe lässt sich auf unterschiedliche Arten vornehmen. Entweder mit einer Schablone, einem Stift und Papier oder mit einem Rollschneider, Lineal und Schneidematte. Die erste Variante reicht gewöhnlich für ein kleines dekoratives Kissen mit Patchwork-Stoffen aus. Eine durchsichtige Schablone bietet sich für einen zielgerichteten Zuschnitt von bestimmten Patchwork-Mustern an. Alternativ profitiert besonders ein Anfänger von einem Rollschneider, da der Zuschnitt auf diese Weise mehrlagig und zeitsparend erfolgen kann. Nach und nach lassen sich so alle gewünschten Stoffquadrate zuschneiden. Bei einem 40 x 40 cm großen Dekokissen sollten die Patchworkreihen beispielsweise 2,5 x 12,5 cm groß sein.

Anschließend erfolgt der Zuschnitt der Quadrate. Für die Berechnung der Quadrate lässt sich die folgende Formel anwenden: Die Kissenlänge (Beispiel 40 cm) wird durch die Anzahl der Quadrate dividiert. Anschließend addiert sich die 1,5 cm Nahtzugabe obendrauf. Bei vier Quadraten beträgt die Kantenlänge also 11,5 cm. Die errechneten Quadrate lassen sich nun unter Berücksichtigung der Nahtlinien zusammennähen, mit dem Rollschneider durchschneiden und kreativ anordnen. Es gibt hierfür keine festgelegten Vorgaben, da die Mustervielfalt quasi unendlich ist.

Quadrate vernähen und auseinanderbügeln

Beim Vernähen der Quadrate mit der Nähmaschine liegen die ausgeschnittenen Stoffmuster rechts auf rechts übereinander. Es ist wichtig, keine identischen Muster nebeneinander liegen zu haben. Mit einem Steppstich werden die Muster aneinandergenäht. Es ist wichtig, so sauber wie möglich zu arbeiten und die Nahtzugabe einzuhalten. Anschließend werden die Nähte mit dem Bügeleisen auseinander gebügelt. Der letzte Schritt der Patchwork-Vorderseite besteht darin, die Quadrate an den Seiten mit Sorgfalt festzustecken und in den gewünschten Reihen aneinanderzunähen. Wer auf Nummer sichergehen möchte, fixiert die Seiten der einzelnen Quadrate mit Nadeln fest. Die Nähmaschine näht die Muster Reihe für Reihe aneinander.

Patchworkkissen selber nähen

Insbesondere für Anfänger ist ein selbstgenähtes Patchwork Kissen ein tolles Projekt zum Einstieg.

Rückseite des Dekokissens mit Hotelverschluss nähen

Die Rückseite des Kissens besteht aus einer kurzen und einer langen Seite mit jeweils identischen Stoffmustern. Die Länge der Rückseitenteile sollte zwei Drittel der Vorderseite betragen. Die Öffnungsseite wird, je nach Länge und Breite des Kissens, wenige Zentimeter umgebügelt und abgesteppt. Sobald beide Kanten gebügelt sind, lassen sie sich festnähen. Im letzten Schritt wird das kurze Teil über das lange Stoffteil gelegt und zusammengenäht. Die fertigen Vorder- und Rückseiten lassen sich, mit Stecknadeln fixiert, rechts auf rechts mit der kurzen Seite nach oben absteppen und zusammennähen.

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