Grundausstattung

Deine Grundausstattung für den Einstieg ins Nähabenteuer

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Nähzubehör GrundausstattungIm 19. Jahrhundert war ein Nähkästchen der Stolz jeder Dame, die etwas auf sich hielt. Frauen trafen sich, um gemeinsam zu häkeln, zu nähen oder zu stricken. Dabei tauschten sie, ungestört von den Männern den neusten Klatsch oder Gerüchte aus. In den oft aufwändig verzierten Nähkästchen waren nicht nur die Nähutensilien verborgen, sondern auch geheime Briefe oder Tagebücher. Die Redewendung „aus dem Nähkästchen geplaudert“ stammt daher.

In unseren Tagen kommen solche Treffen wieder in Mode, es gibt Strickkurse, Nähcafes und im Internet veröffentlichen HobbyschneiderInnen ihre produzierten Kreationen und diskutieren darüber. Doch was sollte ein Nähkästchen unbedingt enthalten?

Grundausstattung die du fürs Nähen und Schneidern benötigst

  • Nähnadeln in verschiedenen Größen
  • Stecknadeln – mit bunten Köpfen lassen sich leichter in die Finger nehmen. Stecknadeln mit den kleinen Köpfen sind präziser und du kannst, wenn du sie quer zur Naht einstichst stecken lassen und vorsichtig darüber nähen.
  • Praktisch ist ein Nadelkissen für die Stecknadeln und ein Magnet um die Nadeln wieder einzusammeln.
  • Nähgarn schwarz, weiß und in in den wichtigsten Farben,
  • Heftfaden, das ist ein leicht zerreißbarer Faden um Stoffe zu heften,
  • einen Fingerhut,
  • eine Stoffschere,
  • Schneiderkreide,
  • ein Maßband und
  • einen Nahttrenner

Nahttrenner

Weiteres Zubehör

Weiteres Zubehör ist äußerst vielfältig und abhängig von den Absichten der Näherin. Webshops für Wohnaccessoires wie Moderne Hausfrau oder andere verfügen über ein großes Sortiment entsprechender Artikel. Vielleicht benötigen Sie noch

  • Nähmaschine
  • Nähmaschinennadeln
  • Öl für die Nähmaschine
  • Ärmelbügelbrett
  • Nähschablonen
  • Große Schneiderschere
  • Eine kleine Schere zum Faden abschneiden und feine Arbeiten
  • Cutter
  • Reißverschlüsse
  • Knöpfe
  • Garne, Fäden und gegebenenfalls Ersatzspulen

Schnittmuster erstellen und Stoff zuschneiden

Um Schnitte zu übertragen benötigst du Kopierrädchen, Kohlepapiere und Schneiderkreide.

Kopierrädchen

Für die Erstellung von Schnittmustern sind Nähschablonen, Winkelmaße und flache Lineale sinnvoll. Verwende dazu Schnittmusterpaper oder eine günstige Rolle Packpapier. In einigen Nähcafes kannst du dir auch dein Schnittmuster am Computer erstellen und auf einem großen Bogen ausdrucken.

Um den Stoff auszuschneiden benötigst du eine gute Schneiderschere, oder besser einen Rollcutter. Mit dem Cutter geht das Zuschneiden viel schneller und präziser, allerdings benötigst du eine extra Unterlage für Cutter oder ein großes Holzbrett.

Cutter

Verwende die Stoffschere immer nur für Stoff und nie für Papier, da sie sonst sehr schnell Stumpf wird und die Gefahr besteht, dass der Stoff, den du schneidest, Fäden zieht.

Sinnvoll ist eine zusätzliche kleine Schere oder einen Fadentrenner zum Faden abschneiden, die du immer neben der Nähmaschine liegen hast.

Nähzubehör Schere

Stoffe

Stoffgeschäfte sind zwar etwas teurer und die Auswahl ist begrenzt. Dafür ist die Beratung meist kompetent und man kann die Stoffe, Garne oder sonstigen Produkte nicht nur in Augenschein nehmen, sondern sie auch befühlen. Wer ein Kleidungsstück selbst nähen will, der weiß, dass dieser Punkt nicht unterschätzt werden sollte. Jeder Stoff fällt anders, auch gleichnamige Stoffe, wie beispielsweise Baumwollköper können sehr unterschiedlich ausfallen. Der Stoff sollte so gut wie möglich zum Kleidungsstück passen. Passt die Stoffart nicht, hilft auch das beste Schnittmuster und die saubsterste Arbeit nichts. Die Auswahl an Stoffen ist groß. Du hast die Wahl zwischen

  • verschiedene synthetischen Materialien,
  • Baumwolle,
  • Leinen,
  • Seide,
  • Wollstoffe oder
  • Hanf

Mache einen Streifzug durch ein Stoffgeschäft und mache dich mit den verschiedenen Stoffen vertraut. Eine Fülle weiterer Informationen zu Stoffen auf 18 Seiten bietet das Freizeitportal paradisi.de.

Nähmaschinen

Für jedes größere Nähvorhaben, das über das Stopfen oder Flicken von Rissen und Ähnlichem hinausgeht, kann eine Nähmaschine eine große Hilfe sein. Diese Geräte erzeugen maschinell im Zusammenspiel mechanisch bewegter Nadeln und zugeleiteter Garne die Naht. Man unterscheidet dabei verschiedene Typen.

Kettenstichmaschinen nähen mit einem Faden, der allerdings deutlich länger als bei den anderen Nähmaschinenarten sein muss. Die Fadenschlinge wird fixiert, bis der Faden durch die Schlinge gekommen ist und seinerseits befestigt ist. Moderner sind Doppelstichmaschinen. Sie nähen mit einem Ober- und einem Unterfaden, bei denen die besagte Schlinge auf verschiedene Arten gebildet werden kann. Ein Schiffchen kann entweder den Unterfaden durch den Oberfaden führen oder in Kombination mit einem Greifer den Oberfaden um eine flexible Spule führen.

Es gibt bei Nähmaschinen Modelle in unterschiedlichen Preisklassen. Für Anfänger genügt meist ein Modell um die 100 Euro. Die zusätzlichen Funktionen weit teurerer Maschinen sind hingegen verwirrend und leider oft auch überflüssig, so dass Laien zunächst mit günstigen Maschinen besser nähen.

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