Modisch gekleidet in der Schwangerschaft

Tief sitzende Röcke lassen dem Bauch Freiraum
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Wenn ein Baby unterwegs ist, verändert sich vieles im Leben. So viel Neues wird erfahren, und auch der eigene Körper fühlt sich mit zunehmender Schwangerschaft so anders an. Zudem wird der eigene Körperumfang auch noch beständig größer. Weniger erfreulich ist es jedoch, wenn der Babybauch immer größer wird und die Kleider gleichzeitig immer enger und unbequemer. Die gewohnte Kleidung zwickt und drückt. Umstandsmode gibt es in sämtlichen Variationen zu kaufen. Allerdings ist bei der Wahl an einiges zu denken, beispielsweise was den Aspekt Gesundheit betrifft:

„Umstandsmode sollte aus natürlichen und komfortablen Stoffen wie Leinen, Baumwolle oder Seide sein. Synthetische Stoffe fördern das Allergierisiko und fallen deshalb flach.“, betont das Portal erdbeerlounge.de. Nicht jede werdende Mutter hat allerdings die finanziellen Mittel, um sich komplett neu einzukleiden. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Schwangere dazu, lieber ihre eigenen Kleidungsstücke weiterhin zu tragen und gegebenenfalls umzunähen. Kleidung einfach mit wenig Aufwand weiter zu machen, kann daher für viele Frauen eine Option sein.

Hosen weiter machen

Jeder Körper ist anders und so soll auch jede Hose individuell sein und natürlich super sitzen. Welche Frau welchem Hosentyp entspricht, damit beschäftigen sich viele Artikel in der Fachpresse. Ist das passende Modell einmal gefunden, trennt man sich nur ungern davon. Deswegen empfiehlt es sich, die Lieblingshose einfach weiter zu nähen, wenn der Babybauch wächst.

Zunächst muss die Hose daraufhin geprüft werden, ob sie sich überhaupt dazu eignet.

  • Dazu werden die Nähte untersucht und die zusätzliche, an der Naht innen vorhandene Stoffmenge gemessen. Denn zum „Er-weitern“ muss mindestens ein Zentimeter Stoffkante / Nahtzugabe vorhanden sein. Abgewetzte Nähte machen die Arbeit schwierig, und aus diesem Grund sollte die Stärke des Stoffes ebenfalls in Augenschein genommen werden.
     
  • Im Anschluss muss ermittelt werden, wie viele Zentimeter Hose zusätzlich eingenäht werden müssen, damit sie trotz des Babybauchs passt.
     
  • Der Bund wird abgetrennt und durch einen größeren Elastikbund ersetzt. Beahlten Sie den Bund auf, damit sie ihn später wieder annähen können.
     
  • Die Seiten-Nähte werden in Keillänge mit einem Nahtauftrenner aufgetrennt  und die Hose auf links gewendet. Anschließend wird ein Keil aus einem anderen Stoff eingesetzt, wobei beachtet werden sollte, dass er jener der Jeans oder Hose gleicht und in Keilform geschnitten ist. Dehnbarer Stoff ist sehr gut geeignet.
     
  • Zunächst wird der Keil mit Stecknadeln festgesteckt, damit die Hose anprobiert werden kann. Wenn alles passt, wird der Keil mit der Hose vernäht.
     
  • Schneiden Sie von der orgiginalen Hose nichts weg und trennen Sie sauber auf. So können Sie den Keil nach der Schwangerschaft wieder entfernen und die Hose in ihre ursprüngliche Form bringen.

Um eine Hose weiter zu nähen, werden folgen Utensilien benötigt:

  • Nahtauftrenner
  • Stoff, welcher der Hose ähnelt, dehnbar
  • Nähmaschine
  • Nähgarn

Modische Umstandsmode selbst gestalten

Lieblingteile selber machen
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Kreative werdende Mütter können sich ihre Umstandsmode selbst nähen, dazu gibt es im Internet eine Vielzahl unterschiedlicher Blogs und Foren. Dort finden sich Schnittmuster für alle denkbaren Stile. Darüber hinaus sollten ein paar grundlegende Dinge beachtet werden, wenn Schwangerschaftskleidung selbst genäht wird. Bei der Stoffauswahl, beispielsweise, sollte darauf geachtet werden, dass elastische Stoffe benutzen werden, die sich dem wachsenden Bauch anpassen. Aber auch in den Foren und werdender Mütter oder Portalen kann das ein oder andere Umstandkleid als Muster angesehen und heruntergeladen werden. Ein Alternative zum klassischen Schwangerschaftskleid ist das Wickelshirt, das ebenfalls als Schnittmuster auf diverse Foren herunterzuladen ist. Es hat den Vorteil mehrerer Schichten, wodurch der ungeborene Nachwuchs schön warm gehalten wird und der Bauch ungehindert und gut geschützt wachsen kann.

Die wichtigsten Basics für Schwangere

In den ersten Monaten der Schwangerschaft passen die eigenen Kleider noch, doch ab dem vierten Monat etwa werden die Hosen enger und die Suche nach bequemeren Kleidern beginnt. Dabei sollten werdendn Mütter auf ein paar Dinge achten, wenn sie sich Umstandsmode kaufen oder selbst nähen. Schließlich sollte der modische Aspekt in der Schwangerschaft nicht zu kurz kommen müssen, nur weil der Bauch größer wird. Grundsätzlich sollten, wie bereits erwähnt, nur Stoffe ausgewählt werden, die natürlich und weich sind. Jeans lassen sich weiter nähen. Lieblingsblusen können aufgeknöpft getragen werden, eventuell mit einem Umstands-Shirt darunter oder indem vom Partner ein schickes Hemd geborgt wird. Das sieht zu einer Legging modisch aus. Longstrickjacken sind warm und, mit T-Shirts kombiniert, ein praktisches Umstandsmode-Basic für die Schwangerschaft.

Worauf werdenden Mütter verzichten sollten

Um nicht völlig in der Schwangerschafts-Modedepression zu versinken, sollten folgende Modefehler vermieden werden:

  • Unförmige Kleidungsstücke: Wer sich zu früh Kleidung kauft, in die er erst hineinwachsen muss, fühlt sich unförmig und sieht auch so aus

  • Röcke und Hosen, die unter dem Knie enden: Dadurch wird die Figur optisch verkürzt, die Karottenform betont den Bauch

  • figurbetonte Oberteile sind mittlerweile kein No-GO mehr, auch in der Schwangerschaft nicht, wer möchte, kann sie mit einer Weste kombinieren. Allerdings eignen sich solche Teile nur für schlankere Frauen.

  • Enge Hosen: da es zu Wassereinlagerungen in den Beinen kommen kann, sollten diese vermieden werden

  • enge Röcke mit hohem Bund: Idealerweise sitzt ein Rock auf den Hüften, denn so drückt er nicht auf den Bauch

     

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